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Posted by on Okt 24, 2012 in schnelle gerichte | 4 comments

Piadina

 
 

 
 
Auswärts essen ist ein schwieriges Thema für mich – nicht erst seit der Zöliakie… Einerseits gehe ich gerne Essen, bin neugierig, probiere immer wieder neue Speisen und Restaurants aus, auf der anderen Seite aber bin ich oftmals enttäuscht und denke:
Das könnte ich besser…! Ich esse gerne einfach, aber gut und meine Ansprüche sind wohl eher hoch… Daher gibt es bei mir nur ein paar wenige, aber bewährte Anlaufstellen. Eine davon war eine Piadina-Bar. Und ja, ich gehe oft wehmütig an ihr vorbei… Und ja, meine Piadina-Versuche waren bisher recht enttäuschend: zu hart, zu gummig, zu dick oder zu trocken…
Letztes Wochenende waren mein Freund und ich eingeladen und der Gastgeber in Anbetracht von Zöliakie und Lactoseintoleranz leicht überfordert. Wir konnten also selbst was mitbringen und wollten dabei zeitlich möglichst flexibel sein und keinen zusätzlichen Aufwand machen. Da dachten wir mal wieder an Piadina. Es wird nicht kalt, ist gut zu transportieren (Fladenbrot mit Papier einpacken, der Belag in eine Box) und ist mit wenigen Handgriffen parat. Super! Also ein neuer Versuch. Wiederum abgeleitet vom Orginalrezept: Mehl, Wasser, Öl und Salz. Und wie immer wenn es glutenfrei sein soll noch ein Bindemittel dazu.
 

Piadina (4 Stück)

150 g Quinoamehl
2 Prisen Salz
2 dl lauwarmes Wasser
1 EL Olivenöl
1 gehäufter TL Johannisbrotkernmehl
Fleur de Sel

1 Quinoamehl mit dem Salz und dem Johannisbrotkernmehl in einer Schüssel vermischen.
2 Wasser und Olivenöl dazugeben und mit einem Gummischaber zu einem kompakten Teig mischen.Teig 2 bis 3 Minuten stehen lassen damit er binden kann.
3 Teig in vier Portionen aufteilen. Auf einem mit Backpapier belegten Blech zu dünnen Fladen von etwa 20 cm Durchmesser ausstreichen. Das geht am besten mit dem Gummischaber oder einer Palette aus Metall. Ist etwas mühsam und zeitaufwändig, aber mit etwas Übung geht es recht schnell. Piadine mit wenig Fleur de Sel bestreuen. Pro Backblech haben 2 Piadine Platz.
4 Bei 200° C in der unteren Ofenhälfte 10 bis 15 Minuten – je nach Dicke – backen. Die Piadina bekommt Blasen und braune Ränder, dann ist sie durchgebacken und knusprig.
 

Und belegen kann man sie nach Lust und Laune. Ich habe mich für Salat, Kräutertofu, Avocado, Zwiebelsprossen und Randensprossen entschieden.
 


 

Yummi!
Es hat uns so gut geschmeckt, dass wir es am Tag darauf gleich nochmals gemacht haben… Ich hatte einiges zu kompensieren! Und bei der nächsten Einladung mache ich für die anderen Gäste auch gleich ein paar!
 
 

4 Comments

  1. Liebe Diana,

    ich hatte schonmal Kommentare hier verfasst, die wurden aber aus irgendwelchen Gründen nicht gespeichert.

    Ich finde deinen Blog super! Ich bin Weizenallergikerin und habe die glutenfreie Küche mit Hirse, Amaranth und Polenta in mein Herz geschlossen. Ich liebe diese Zutaten mittlerweile und auch die neuen kreativen Möglichkeiten die sich darausergeben. Und deiner Rezepte treffen haargenau meinen Geschmack, was mir noch nicht so häufig passiert ist, obwohl ich viele Foodblogs lese.
    Ich hätte aber auch noch 2 Fragen an dich. Erstens ob du für diese Zitronenschnitten, die du in deinem Polenta aus dem Ofen-Rezept erwähnt hast, ein Rezept parat hättest, was phänomenal wäre :).
    Zweitens habe ich diese Piadina bei dir gesehen. Du meintest das die knusprig sind, aber brechen die dann nicht? Ich suche nämlich schon seit langer Zeit ein simples und gutes Rezept für Wrap-Teig mit dem man die Wraps auch noch rollen kann ohne das sie brechen.

    Liebste Grüße

    Janina

    • Liebe Janina,

      Danke Dir für die lieben Worte – es freut mich, wenn Du die eine oder andere Idee hier findest 😉
      Zu Deinen Fragen: das Rezept für die Zitronenschnitten folgt… soviel sei verraten; sie sind zitronig.
      Die Piadine sind je knuspriger, je länger Du sie im Ofen lässt und je dünner sie sind. Für Wraps würde ich sie einfach nur so lange backen, bis der Teig fest ist aber noch biegsam. Einfach die Probe machen… Unser erster Versuch war auch eher ein Wrap und dann haben wir sie einfach länger im Ofen gelassen. Wenn man sie zu dünn ausstreicht brechen sie eher. Ich mache, wenn ich Wraps will auch Pfannkuchen: Buchweizen oder Quinoa mit Wasser, Ei (oder alternativ Johannisbrotkernmehl oder gemahlenen Flohsamen) und Salz mischen, so dass ein dickflüssiger Teig entsteht und dann wie Pfannkuchen in wenig Olivenöl ausbacken. Ich bin gespannt auf Deinen Bericht!

      Alles Liebe,

      Diana

  2. Hallo Diana!
    Habe das Rezept ausprobiert, leider sind meine Piadina überhaupt nicht so geworden wie auf dem Bild zu sehen! Sie klebten leider total am Backpapier fest.Im Reformhaus hat man mir Quinoa direkt in der Mühle gemahlen, kann es vielleicht daran gelegen haben? War das Mehl evtl. nicht fein genug???

    lg Melanie

    • Uiui, was ist da wohl schief gelaufen? Tut mir echt leid, liebe Melanie, dass es nichts geworden ist!
      Ich denke am Mahlgrad des Quinoa sollte es nicht gelegen haben. Ich mahle Quinoa auch selbst und das geht immer tiptop. (Achtung die Mühle im Reformhaus wird auch für glutenhaltige Getreide verwendet und Spuren von Gluten übertragen sich dann auf das Quinoamehl!) Ich denke das Kleben kann am ehesten mit den Backpapier zusammenhängen. Ich verwende meist beschichtetes Backpapier und teilweise auch Silikonbackmatten – dort haftet garantiert nichts! Ist eine super Anschaffung fürs glutenfreie Backen und kostet nur ein paar Franken.
      Vielleicht wagst Du nochmals einen Versuch mit einer anderen Unterlage?

      Ganz liebe Grüsse!

      Diana

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