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Posted by on Okt 24, 2012 in glutenfreie getreide, wissen | 3 comments

Quinoa

 
 
Ich mag Quinoa aus verschiedenen Gründen. Natürlich weil er gut schmeckt, vielfältig verwendbar ist und auch zahlreiche Nährstoffe enthält: Kein anderes glutenfreies Getreide enthält so viel Eiweiss (15 g / 100) wie Quinoa. Die kleinen Körner liefern wichtige essentiellen Aminosäuren wie Lysin, Tryptophan und Cystin und darum kann Quinoa bezüglich seiner biologischer Wertigkeit höher eingestuft werden, wie Sojabohnen und andere Getreidearten. Auch Eisen (10 mg / 100 g) und Zink (4.5 mg / 100) sind in nennenswerter Menge enthalten. Ideal also für eine vegetarische Ernährung!
Soweit die offensichtlichen Gründe. Schauen wir aber etwas über den Tellerrand und kaufen Quinoa aus fairem Handel, fördern wir dadurch die Existenz der Kleinbauern in den Anbauländern Peru oder Bolivien. Und ich denke es lohnt sich auf immer Fair-Trade zu setzen und ein paar Franken pro Jahr mehr zu bezahlen –  nicht nur bei Quinoa! Denn mit unserem Kauf geben wir immer auch eine Stimme ab und mit unserem Portemonnaie betreiben wir eine Form direkter Demokratie. Im Falle von Quinoa wählen wir Bauern aus Peru, nachhaltige Anbaumethoden und letztlich das Fortbestehen dieses wertvollen Nahrungsmittels. Die Produkte, die wir kaufen, haben durch unsere Wahl Bestand! Es ist das alte Spiel von Angebot und Nachfrage: Ist keine Nachfrage mehr da, schwindet auch das Angebot. Und ja, eine Person alleine wird den Nahrungsmittelmarkt nicht verändern können… Ich glaube aber, dass es sich lohnt sich dessen bewusst zu sein und darüber zu sprechen (oder zu schreiben). Denn viele Einzelne sind auch eine ganze Menge!
Zurück aber zu den kleinen Körnern. Gekochter Quinoa als Alternative zu Reis ist sicherlich spannend, noch besser aber finde ich Quinoamehl zum Backen. Auch hier kann es problemlos anstelle von Reismehl verwendet werden. Quinoamehl hat ähnliche Backeigenschaften und ist bestens für leichte, helle Teige geeignet. Piadina (dünne italienische Fladenbrote) oder auch klassische Pfannkuchen gehen wunderbar mit Quinoamehl. Ich bastle noch an hellen Rosinenbrötchen und Vollkorn-Cookies….

Was macht ihr alles mit Quinoamehl?
 
 

3 Comments

  1. Geniale Seite!
    Ich liebe Quinoa-Leibchen!! Und aus dem Mehl des Wundergetreides lassen sich herrliche Pancakes machen.

  2. Quinoa ist ein Traum! Und ich würde es gern selbst mahlen, doch was mach ich wegen der Bitterstoffe in der äußeren Hülle, die ich bis jetzt nur durch heißes Waschen wegbekommen haben? Erst waschen und dann mahlen, geht ja schlecht oder habt ihr noch einen anderen Tipp für mich?

    • Hey Caro,

      erst waschen, dann trocken und waschen habe ich mal ausprobiert und der Aufwand ist riesig. Ich schmeiss Quinoa einfach in die Mühle und gut ist. Pragmatisch wie immer :)
      Mit den Bitterstoffe habe ich bei Quinoa weniger Probleme, bei Hirse stört es mich viel mehr…

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