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Posted by on Dez 28, 2012 in glutenfreie getreide, wissen | 1 comment

Hirse

 
 
Hirse gehört zu der Familie der Süssgräser und ist eines der ältesten Getreide, das von Menschen angebaut und zu Brot verarbeitet wurde. Mittlerweile ist sie aber zeimlich aus der Mode gekommen und ist den meisten eher als Vogelfutter ein Begriff. Höchste Zeit also die Werbetrommel für das „Vogelfutter“ zu rühren:
Die kleinen, goldenen Körner enthalten hochwertiges Eiweiss (rund 10 g pro 100 Gramm), welches zusammen mit Milchprodukten eine gute biologische Wertigkeit aufweist. Der etwas grossmütterliche süsse Hirsebrei ist darum gar keine schlechte Idee, ein Hirsotto – Hirse zubereitet wie Risotto – geht natürlich ebenso.
Hirse wird immer wieder als mineralstoffreiches und vor allem eisenreiches Getreide angepriesen. Das kann sein, muss aber nicht. Denn der Gesamtmineralstoffgehalt schwankt je nach Klima, Boden sowie der Anbautechnik von 0.75 Gramm bis 2.4 Gramm. Und auch die Behauptung Hirse enthalte viel Kieselsäure (Silicium) stimmt zwar für das ganzen Hirsekorn. Der grösste Anteil der Kieselsäure ist allerdings in den Spelzen eingelagert und diese werden beim Schälen meist entfernt (ausser die „Braunhirse“ enthält die Spelzen noch.) Hirse enthält beachtliche Mengen der B-Vitamine und hochwertige ungesättigte Fettsäuren. Alles in Allem ist die Hirse darum eine Bereicherung für die glutenfreie Küche und es lohnt sich bei einer vegetarischen Ernährung regelmässig Hirse in den Speiseplan einzubauen.
Hirse sollte vor dem Kochen aber immer heiss gewaschen werden, weil sie sogenannte Saponine (Seifenstoffe) enthält, welche nicht wirklich gut schmecken. Bei Spülen mit Wasser entsteht dann Schaum und die Siefenstoffe werden ausgewaschen. Auch kann es sein, dass nach dem Schälen der Hirse die Fettsäuren mit Luft in Kontakt kommen und oxidieren. Dies ergibt einen bitteren Geschmack. Es ist darum sinnvoll Hirse in kleinen Mengen zu kaufen und zum Backen frisch zu mahlen.

Hirse lässt sich gut als „Couscous“ verwenden; dazu nimmt man pro 100 g Hirse 1.25 dl Wasser. Oder auch als Brei / Hirsotto mit 3 dl Wasser pro 100 g Hirse. In glutenfreien Gebäcken kann man 30 % bis 50% des Mehls durch Hirsemehl oder Braunhirsemehl ersetzen und erhält ein gutes Backergebnis!

Werbepause fertig!
 
 

1 Comment

  1. Durch dein tolles Muffin-Rezept habe ich zum ersten Mal Hirse kennen- und lieben gelernt (vorher war’s für mich auch nur Wellensittich-Speise). Das Hirse-„Couscous“ werde ich bestimmt probieren:-)

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