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Posted by on Jan 7, 2013 in brot & brötchen | 4 comments

Knäckebrot

 
 

Knäckebrot

 
 
Sie: Nee, oder…?
Ich: Was?
Sie: Das ist doch nicht dein Ernst…
Ich: Was denn?
Sie: Ich glaubs nicht…
Ich: Wo ist dein Problem?
Sie: Ich weiss was du vorhast, aber ohne mich.
Ich: Sei nicht zickig!Wir versuchen’s einfach nochmal. Wird schon…
Sie: Nein! Genug ist genug. Es wird eh nichts.
Danach sehe ich wieder aus wie Sau… über all diese Körner. Jeik!Und denk mal an die Stromkosten – Umwelt und so!
Ich: So jetzt hör‘ auf! Du bist eine Teigschüssel und das hier ist meine Küche.
Wenn ich Knäckebrot backen will, ist das meine Sache.
Und ja, es ist der fünfte Versuch in drei Tagen, aber was soll’s.
Es…
Sie: Ich hab’s satt.
Ich: Eh, wenn du nicht aufhörst, wirst du zur Salatschüssel umfunktioniert. Dann ist Schluss mit Butter, Schokolade und all den Dingen…
Sie: Tha!
[Pause]
Ich: Also, wollen wir?
Sie: Nur, wenn du das mit der Salatschüssel zurück nimmst.
Ich: Gut.
 

Also. Ich habe ja mal ganz lapidar gesagt, dass man glutenfreier Brotteig, der nicht aufgeht, ganz einfach zu Knäckebrot verarbeiten kann… war etwas vorschnell, ich weiss.
Ich habe mir am Knäckebrot beinahe die Zähne ausgebissen – nicht weil es zu hart war, sondern zu weich, zu gummig, zu dick oder einfach nur komisch.
Heute morgen habe ich dann nochmal über dem Rezept gebrütet und als es langsam in meinem Kopf nach Kurzschluss roch, kam mir doch noch eine Idee.
Anstelle von verschiedenen Körnern (Leinsamen, Mohn und Verwandte), die immer zu einem eher zähen Ergebnis führten, nahm ich gemahlene Mandeln.
Das Knäckebrot erinnert an Darvida (für die Nicht-Schweizer) und ist knusprig, nussig und einfach gut.
 

Knäckebrot (für ein Backblech)

200 g Buchweizenmehl
100 g gemahlene Mandeln
2 TL Salz
1 TL Zucker
1 EL Olivenöl
200 ml warmes Wasser
 

1 Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in eine Schüssel geben.
2 Ölivenöl und Wasser zugeben und alles zu einem kompakten Teig kneten. Da geht zwei bis drei Minuten.
3 Teig abdecken und in der Schüssel etwa 30 Minuten quellen lassen.
4 Backpapier in der Grösse des Blechs zuschneiden. Den Teig darauf geben. Ein Gefrierbeutel aufschneiden, den Teig damit bedecken und 2 mm dünn auswallen. Der Plastikbeutel ist nötig, damit das Teigholz nicht klebt…
5 Teig vor dem Backen mit einem Messer in die gewünschte Grösse schneiden – nach dem Backen ist es zu spät…
6 Bei 200° C (Ofenmitte, Unter- und Oberhitze) ca. 20 bis 25 Minuten backen – das Knäckebrot soll gleichmässig gebräunt sein. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen.
 

Das Rezept lässt sich beliebig mit Gewürzen abändern: Kümmel, getrocknete Kräuter oder Tomaten – für die salzigen Varianten. Oder einfach vor dem Backen ganz klassisch mit Sesam bestreuen?
 

Knäckebrot 2

 
 

4 Comments

  1. Danke fürs experimentieren und gelungenes Rezept! Dein Knäckebrot ist super lecker! Die käuflich erwerbbare glutenfreie sind unverschämt teuer und haben bei weitem nicht so gut geschmeckt!

  2. Super lecker und so einfach! Kleiner Tipp: um Umwelt und Haushaltskasse zu schonen, habe ich auf den Gefrierbeutel verzichtet und das Teigholz regelmäßig etwas mit Wasser angefeuchtet. Mit Gefühl klappt das Ausrollen dann auch ohne dass etwas anklebt.

    • Liebe Susanna,

      danke, daknke! Und ja Umwelt schonen finde ich super… Deine Methode hat auch bei mir super funktioniert! Ich verwende den Gefrierbeutel auch mehrere Male – lasst sich ja auch mit warmem Wasser waschen.

      Liebe Grüsse an Dich!

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