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Posted by on Mai 8, 2013 in brot & brötchen | 5 comments

Buchweizenbrötchen

 
 
Buchweizenbrötchen
 
 
Ich mag das Wort „einfach“. So unscheinbar es im ersten Moment auch wirkt. Mein Alltag ist voll mit komplizierten und komplexen Dingen; Steuererklärung, Billettautomaten, Blusen richtig bügeln sind nur ein paar meiner Alltagshürden. Da denke ich oft an die Worte meiner Grossmutter: „warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?“
Doch auch einfach kann unterschiedlich kompliziert sein.
Für mich ist ein glutenfreies Brot zu backen einfach, für viele meiner Patienten mit Zöliakie aber ein Spiessrutenlauf von olympischen Ausmass! „Komplizierte“ glutenfreie Brotrezepte mit gefühlten 200 Zutaten gibt es viele. Und diese motivieren leider gar nicht zum Backen. Zeit also für ein einfaches, nein, das einfachste glutenfreie Brot der Welt: Kein Kneten, kein Warten bis der Teig aufgegangen ist, keine „exotischen Zutaten“, wenig dreckiges Geschirr. Ein glutenfreies Vollkornbrot, dass sich quasi von alleine macht…
Ach ja und wenn ihr mal wieder backen müsst, ersetzt das Wort „müssen“ mal mit dem Wörtchen „einfach“: „Ich muss glutenfreies Brot backen“ wird dann zu „einfach glutenfreies Brot backen“. Funktioniert übrigens auch mit der Steuererklärung oder dem Fensterputzen!

 

Buchweizenbrötchen (8 Stk.)

300 g Buchweizenmehl
3 – 4 g Hefe (Trockenhefe oder Frischhefe)
1 TL Honig (oder Zucker)
1.5 TL Salz
2.5 dl Wasser handwarm
50 g Buchweizenkörner
20 g Leinsamen + 6 EL Wasser
50 g Nüsse angeröstet

 

1 Mehl in eine Schüssel geben. Hefe zusammen mit dem Honig (oder Zucker) und dem Wasser mischen, die Hefe sollte sich dabei auflösen. Die Flüssigkeit zum Mehl giessen. Salz dazu und mit einem Holzlöffel zu einem glatten Teig verrühren. Das dauert 20 Sekunden.
2 Schüssel zudecken und in den Kühlschrank stellen.
Der Teig kann nun im Kühlschrank aufgehen, das dauert etwa 7 bis 9 Stunden… ob tagsüber oder nachts – egal. Die Hefe macht’s und ihr könnt anderen Dingen nachgehen! So einfach.
3 Buchweizenkörner in eine kleine Schüssel geben, mit kaltem Wasser bedecken und ebenfalls ab in den Kühlschrank damit. Leinsamen in einem anderen Schälchen mit 6 EL Wasser mischen – auch in den Kühlschrank damit. Und wer mag hackt noch ein paar Nüsse (ich liebe Baumnüsse). Die kommen aber nicht in den Kühlschrank.
Das Rezept funktioniert übrigens auch ohne Buchweizenkörner, Leinsamen und Nüsse… Ich finde aber der Aufwand ist es wert – die Brötchen haben einfach mehr Biss und Geschmack!
4 Teig aus dem Kühlschrank holen. Die Flüssigkeit der Buchweizenkörner abgiessen, und etwas abtropfen lassen, aber nicht abspülen (!) Sie sind etwas „schleimig“ – das bringt Feuchtigkeit in den Teig.
5 Buchweizenkörner, Leisamen (mitsamt der Flüssigkeit, wobei der Grossteil aufgesogen wurde) und die gehackten Nüsse zum Teig geben und ebenfalls mit einem Holzlöffel kurz unter den Brotteig rühren.
6 Ein Backblech mit Backpapier belegen und die Hände nass machen.
7 Eine Portion Teig in der Grösse einer Zwiebel mit beiden Händen zu einer Kugel formen und auf das Blech setzte. Hände wiederum befeuchten und die nächste Kugel formen… Bei mir ergibt die Teigmenge immer 8 Portionen.
8 Die Brötchen nochmals 30 Minuten aufgehen lassen. Sie gehen dabei zwar eher auseinander, wie in die Höhe…
9 Bei 220° C Ober- und Unterhitze in der Ofenmitte etwa 25 Minuten backen.

 

Buchweizenbräötchen2

 

wer mag bestreut sie vor dem Backen noch mit Mohn & Co.

 

Die Brötchen lassen sich wunderbar tiefkühlen und können, leicht angetaut und aufgeschnitten, getoastet werden…
Ich nehme sie immer am Abend vor dem Schlafen aus dem Tiefkühler, decke sie locker mit einem Tuch zu und esse sie dann ohne zu toasten zum Frühstück!
 
 

5 Comments

  1. das klingt „einfach“ toll:-)
    wird in Kürze probiert!

  2. Hab schon lange mal so ein Rezept für no-knead-Breda in glutenfrei gesucht! Danke! Geht das auch mit anderem Mehl!
    LG
    Miiheju

    • Bread! Nicht Breda, Du dusselige autokorrektur! :-))))

  3. Im Rezept heißt es, dass die geweichten Buchweizenkörner durch ihren Schleim Feuchtigkeit in den Teig bringen – wenn ich keine BW-Körner nehmen möchte (mag generell nicht so gern Körner in Broten), muss ich dann Flüssigkeit ergänzen?
    Und wie ist es mit dem Thema Flüssigkeit, wenn ich aus demselben Grund auch den Leinsamen weglassen möchte?

    Bei dieser Gelegenheit einen herzlichen Dank für Dein Mailänderli-Rezept, das ab jetzt mein Standardrezept für Mürbeteig ist!

    • Liebe Martina,

      schön, dass das Rezept gleich zum Standardrezept erkoren wurde – das freut mich sehr!

      Zu Deiner Körnerfrage: Du kannst die Brötchen problemlos ohne die Körner backen. Da sie ja „seperat“ eingeweicht werden, musst Du auch die Flüssigkeitsmenge nicht anpassen für den Grundteig. Kurzum einfach Schritt 3 bis 5 im Rezept weglassen. Mache ich auch öfters mal und funktioniert super gut. Die Körner-Feuchtigkeits-Geschichte ist vor allem dann relevant, wenn Du die Brötchen ein paar Tage bei Raumtemperatur aufheben willst; sie werden dann nicht so schnell trocken.

      In dem Falle fröhliches Backen und gutes Gelingen!
      Liebe Grüsse

      Diana

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