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Posted by on Jun 2, 2013 in kuchen & muffins | 12 comments

Cake – ein Klassiker

 
 
cake
 
 
Seite 264 in meinem geliebten Tiptopf – vollgeschrieben mit Notizen, zahlreichen Rührkuchenteig-Spritzer, Eselohren – hat ihre besten Tage definitiv hinter sich. Denn dort steht das Rezept: Der Hauscake – libum domesticus :)
Ich kann dieses Rezept im Schlaf. Wenn immer ich ein Kuchen gebacken habe, habe ich den Hauscake als Grundrezept verwendet und Lust und Laune ergänzt… Einfach aber gut. Ein wirklich guter glutenfreier Cake wollte mir aber bisher nicht gelingen. Und gut heisst: aussen knusprig, schön aufgerissen, innen freucht mit dieser typische Konsistenz und einfach zum reinlegen…
Und ja, dieser Kuchen da auf dem Bild ist mein ganzer Stolz. Denn er schmeckt so wie er aussieht: himmlisch.
Der Trick ist die richtige Mehlmischung, ganz wenig geriebene Mandeln und pürierter roher Apfel. (Und etwa 17 Versuche mit unterschiedlichen Mengenverhältnissen!) Perfekt ist das Tiptopf-Hauscake-Imitat. Ihr glaubt mir nicht, dann backt doch selbst …
ich bin gespannt auf eure Cakes!

 

Grundrezept Cake [für eine Cakeform von 20 cm]

100 g Butter (zimmerwarm)
4 Eier (ebenfalls zimmerwarm)
100 g Vollrohrzucker
1 Prise Salz
1/2 EL Vanillezucker
200 g glutenfreie Mehlmischung: 120 g Vollreismehl / 80 g Maisstärke gemischt
1 EL Backpulver
40 g geriebene Mandeln
200 g Apfel gerüstet (Boskop)
1 dl Milch nach Wahl

 

1 Cakeform mit Backpapier auskleiden. Das Papier soll über den Rand stehen, da der Cake aufgeht.
2 Apfel schälen und Kerngehäuse entfernen. Apfel an einer feinen Reibe zerreiben oder pürieren. Es soll ein sehr feines Mus entstehen.
3 Butter in eine Schüsselgeben und rühren bis sich Spitzchen bliden – das geht ziemlich schnell, wenn sie warm ist.
4 Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz zugeben und rühren bis die Masse hell ist.
5 Die restlichen Zutaten beigeben und nochmals gut verrühren.

Soweit der Hauscake. Aber dann gibt es ja noch Zitronencake oder Marmorcake…

 

apfelpüree

 

Zitornencake:
Vanillezucker mit abgeriebener Zitronenschale (1 Zitrone) und etwas Zitronensaft (1/2 Zitrone) ersetzen

 

Marmorcake:
40 g dunkle Schokolade schmelzen.
Die Hälfte der Masse in die vorbereitete Form füllen. Und unter die andere Hälfte die Schokolade mischen. Ebenfalls in die Form geben und mit einer Gabel leicht mischen.

 

Cake mit Früchten:
Falls ihr einen Cake mit Fruchtstücken machen wollt, würde ich nur die Halbe Menge Apfelpüree nehmen. Sonst wird das Ganze zu „soggy“… hier mehr dazu.

 

6 Cake bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) in der Ofenmitte rund 50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen und gegen Ende mal nachschauen, dass er nicht zu dunkel wird.
Vorsichtig aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
 
 
marmorcake
 
 

12 Comments

  1. Der Zitronenkuchen ist absolut perfekt geworden! Gerade hab ich ein Stück probiert. Es ist mein erster gluten- und laktosefreier Kuchen (hab laktosefreie Butter genommen). Vielen, vielen Dank für dieses Rezept. Werde bald noch weitere testen :-).

    • Wheee! Wie toll… freue mich gerade für Dich!
      Geniess den Kuchen und noch ein Tipp zur Butter: Butter ist immer lactosefrei. Die „normale“ Butter enthält 0.1 g Lactose pro 100 g Butter – das ist soooo wenig, dass man selbst bei einer sehr starken Lactoseintoleranz nicht reagiert. Du kannst also getrost normale Butter kaufen und Dir die paar Rappen oder Cent sparen…
      Herzliche Grüsse

      • Uiiiii! 1000 Dank für diesen Tipp! Bin gerade erst am vorsichtigen herantasten an dieses ganze Thema, da bin ich sehr dankbar für Tipps. Und vor allem darüber, Deine Seite gefunden zu haben. Und gerade habe ich beschlossen, morgen das Kartoffelbrot auszuprobieren 😉 …
        Herzlichste Grüße zurück!

  2. Danke für das himmlische Rezept!! Gestern gebacken und er wird mit Sicherheit noch öfters in unterschiedlichen Varianten in meinem Ofen landen. 😉

    @Diana
    Mit dieser Empfehlung wäre ich vorsichtig. Nach den Angaben die ich habe, kann der Laktosegehalt durchaus schwanken und bis zu 1g Lactose pro 100g Butter betragen. Zudem weiß ich von Bekannten aus meinem Umfeld, die bereits bei Kleinstmengen reagieren (daher werden auch „-L“ Produkte von manchen Personen nicht vertragen). Milcheiweißallergiker müssen natürlich so oder so zur pflanzlichen Alternative greifen. Viele Grüße

    • Liebe Claudia,

      danke für Deinen Post… zur Lactosetoleranz bei einer Intoleranz mache ich in der Praxis die Erfahrung, dass eben gerade Butter sehr gut geht, einerseits da bei einer üblichen Portion Butter (ca. 20 g) – selbst bei der beschriebenen „Höchstmenge“ von 1 g / 100g die Lactosemenge – derart gering ist (0.2 g), dass ich Betroffenen empfehle „normale Butter“ zu testen. Ich bin kein Fan von unnötigen Einschränkungen. Andererseits enthält Butter auch wenig Kuhmilcheiweiss, welches nach meinem Erachten bei Personen, die die lactosereduzierten Produkte nicht tolerieren für die Beschwerden verantwortlich sein kann. Ich denke hier gibt es wie so oft bei der Lactoseintoleranz kein schwarz oder weiss. Und ich möchte Betroffenen Mut machen, die eigene Verträglichkeit zu erforschen.

      • „Andererseits enthält Butter auch wenig Kuhmilcheiweiss, welches nach meinem Erachten bei Personen, die die lactosereduzierten Produkte nicht tolerieren für die Beschwerden verantwortlich sein kann.“

        Mir fallen gerade die Schuppen von den Augen….Vielleicht vertrage ich ja genau deshalb keine laktosefreien Milchprodukte… Mittlerweile lebe ich seit Jahren vollkommen ohne Milchprodukte jeglicher Art und das klappt super. In deinen Rezepten ersetze ich die Butter immer mit Olivenöl (ein sehr „zartes“ aus Ligurien), funktioniert super! Danke für den Denkanstoß…;-) Morgen backe ich deinen Kuchen…

  3. Liebe Diana,
    tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder zu Wort melde… da bin ich vollkommen deiner Meinung. Oft wird auch viel zu sehr eingeschränkt, wo es gar nicht notwendig wäre! Ausprobieren steht daher an erster Stelle. :)
    Viele Grüße
    und ein schönes Wochenende.

  4. Hallo Diana, warum verwendest du bei Rührteigen kein Bindemittel?

    • Liebe Vanessa,

      im Rührteig hat es Eier drin und diese verhalten sich beim Backen ähnlich wie ein Bindemittel: sie quellen auf / nehmen Flüssigkeit auf und geben Stabilität. Bei der Eimenge in meinem Cakerezept ist das Bindemittel daher nicht nötig.

      Ich hoffe meine Antwort hilft Dir weiter…

      Ganz liebe Grüsse

      Diana

  5. Hallo Diana!
    Für eine Kindergeburtstagsfeier suche ich ein Rezept für gf Cake Balls ^^ – Denkst du, dass ich dieses Rezept dafür verwenden kann?
    Danke und lieben Gruß!

    • Liebe Franziska,

      Ja, ich denke das sollte problemlos möglich sein. Wie genau möchtest Du die Cake Pops / Cake Balls denn machen? Bäckst Du sie gleich in einer Form oder zerbröselst Du den Kuchen, mischst ihn mit Frischkäse und formst dann Bällchen?
      Ich habe es noch nie ausprobiert, denke aber dass beide Methoden funktionieren sollten.

      Ich wünsche gutes Gelingen! Ganz liebe Grüsse

      Diana

  6. Hallo!
    Danke für die Antwort. Genau, ich hab so eine Cake Pops-Silikonform gekauft. Ich werde es mal probieren!
    Ich habe noch eine Frage bezüglich Süssungsmittel: habe jetzt oft Agavensirup verwendet, bis ich gelesen habe, dass der noch „giftiger“ sei als herkömmlicher Zucker – Hast du da Infos dazu? Was würdest du raten?
    Vielen Dank an dieser Stelle auch für deinen tollen Blog! Ich finde die Rezepte großartig und auch die Zusatzinformationen übers Backen und über Lebensmittel sehr sehr spannend! Als Laie bin ich oft verwirrt angesichts der als gesund angepriesenen Lebensmittel, die sich dann als noch schädlicher als die herkömmlichen Produkte herausstellen ( und auch noch teurer sind!)
    Schöne Grüße
    Franziska

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