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Posted by on Aug 16, 2013 in schnelle gerichte | 0 comments

Linsenrisotto

 
 Linsenrisotto
 
 
Ich liebe Linsen in allen Formen und Farben. Aber so wie ich sie liebe, so können sie viele nicht ausstehen. Zugegeben eine braune, undefinierbare Pfütze, die sich „Linsensuppe“ nennt, ist auch nicht gerade mein Traum und stösst verständlicherweise auf Widerwillen. Und doch finde ich Linsen unglaublich wertvoll in der glutenfreien Küche. Sie bringen Abwechslung, sind gute Eiweiss- und Nahrungsfaserlieferanten, sind günstig, und vielfältig zu verwenden. Und gerade letzteres ist zentral: Linsen allein sind langweilig und es ist definitiv entscheident was man draus macht.
Soweit so gut, werden einige nun denken, wenn da nicht die Sache wäre. Also die Sache, über die man ja nicht so gerne spricht… diese Nebenwirkungen. Luftmassen und teilweise schon fast musikaltische Eregnisse nach dem Genuss von Hülsenfrüchte, ach, ihr wisst schon was ich meine… Diese Sache ist nach meiner Erfahrung für viele das Hindernis schlecht hin Hülsenfrüchte zu essen. Und um jetzt mal ganz schulmeisterisch zu klingen: Ja, es ist normal, dass da „Luft“ & „Ton“ entsteht, denn Hülsenfrüchte enthalten verschiedenste Formen von Nahrungsfasern, diese verwerden von unseren Darmbakterien abgebaut (genauer fermentiert) und dabei enstehen diese Nebenprodukte. Das Leben macht eben manchmal Geräusche!
Nahrungsfasern sind quasi das Futter für wichtige Darmbakterien und dienen darum einer gesunden Darmflora. Nach einiger Zeit nehmen die Nebenwirkungen dann auch ab… spricht es gibt einen gewissen Gewöhnungseffekt.
Und als „Einstiegsdroge“ sind rote Linsen geradezu ideal. Sie sind nichts anderes als geschälte braune Linsen, aber durch das Schälen enthalten sie doch deutlich weniger Nahrungsfasern, wie die braunen Linsen und verursachen darum auch weniger „Nebeneffekte“. Ebenfalls sollten Hülsenfrüchte immer mind. 8 Stunden eingeweicht werden (ausser rote Linsen). Das Einweichwasser bitte getrost weggiessen (da ist nichts wertvolles drin) und die Hülsenfrüchte in frischem Wasser kochen. Das Einweichen ist wichtig und trägt ebenfalls zur Verträglichkeit bei. Weiter lohnt es sich mit kleineren Mengen zu beginnen und zum Beispiel die Hülsenfrüchte unter ein Gericht zu mischen. Ein indisches Gemüsecurry mit roten Linsen, einen mediterranen Linsensuppe oder meinem Favorit einem Linsenrisotto…

Schmeck gut, tut gut und ist im Handumdrehen mit einfachen Zutaten gemacht.

 

Linsenrisotto (2 Portionen)

1 Zwiebel
1 EL Olivenöl
100 g rote Linsen
0.5 dl Weisswein
150 g gekochter Vollreis
2 dl Gemüsebrühe
frischer Schnittlauch und Parmesan nach Belieben

 

1 Zwiebeln fein schneiden
2 In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin ohne Farbe andünsten. Linsen und Reis dazugeben, umrühren und sofort mit dem Wein ablöschen.
3 Wein einkochen lassen und dann die Gemüsebouillon angiessen.
4 Hitze reduzieren, Deckel drauf und ca. 7 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich mal reinschauen und umrühren.
5 Schnittlauch fein schneiden, Parmesan reiben und beides unter das Risotto mischen. Abschmecken und servieren!

Noch irgendwas aus der Gemüseabteilung oder ein Salat dazu und fertig ist eine ausgewogene Mahlzeit.
 
 

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