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Posted by on Dez 15, 2013 in kekse | 0 comments

Lebkuchen

Lebkuchen

 

Stellt euch vor, es ist Advent und niemand backt…
 Geht gar nicht!
Darum läute ich nun hier und heute das glutenfreie Weihnachtsbacken ein. Und nicht nur glutenfrei, sondern optimiert und mit Konzept – Weihnachtsbacken 2.0 !
Schliesslich ist die besinnliche Zeit im Jahr schon so herrlich vollgestopft mit allerhand Apéro, fiesen Geschenkpapier-Schnitten in den Fingern, Tsunamiwellen von Dekorationsartikel und kalten Füsse, die es zu wärmen gilt… viel zu tun diese Tage und dann soll man auch noch backen. Eben!
Und um nicht wie im 2012 im glutenfreien Back-Durcheinander zu versinken, habe ich mir etwas überlegt. Denn letztes Jahr brauchte ich vier verschiedene Mehlsorten, zwei Mehlmischung, und zwei verschiedene Sorten Speisestärke… und ich bin ja ziemlich backerprobt und stressresistent, aber das war selbst für mich zu viel. Um es abzukürzen; eine ziemlich teure Materialschlacht, zeitaufwändig und geschmacklich äusserst fraglich… Ich war frustriert. Und genervt. Ich ging also über die Bücher und rausgekommen ist das:
Mein Anti-Chaos-Weihnachtsbacken-Konzept und eine glutenfreie Mehlmischung.

– mischt euch also ein Kilo der Mehlmischung aus Vollreismehl und Maisstärke. Diese kann für alle Guetslirezepte anstelle glutenhaltigem Weizenmehl verwendet werden. So lassen sich die bewährten Rezepte (bei mir die Guetslirezepte aus dem „Tip-Topf“) einfach ableiten. Eine echte Erleichterung!
– Teige auf Basis von geschlagenem Eiweiss (Zimtsterne & Brunsli) und Mürbeteiggebäck (Mailänderli), das mit Eigelb angestrichen wird, gleichzeitig herstellen: So sitzt man nicht auf überflüssigem Eiweiss / Eigelb rum. Und da das Eiweissgebäck dann über Nacht trocknen muss, ist der Backofen für die Mürbeteigkekse frei.
– Glutenfreie Teige sind immer etwas weicher, brauchen eine längere Ruhezeit und sind besser zu verarbeiten, wenn sie kalt sind. Darum: Teig getrost am Vorabend machen, ab in den Kühlschrank damit, durchatmen (!), Küche aufräumen und am nächsten Morgen backen.
– Zwei Silikonbackmatten sind eine gute Investition: der Teig lässt sich dazwischen super ausrollen, ausstechen und backen. Kein Teig-Chaos, kein Kleben…
– Eine „Winkelpalette“ – falls doch was klebt – ist ebenso sinnvoll!

Und natürlich will ich euch meine Rezepte nicht vorenthalten, darum machen meine Lebkuchen den Anfang.

Klassische Lebkuchen (ca. 25 Stk.)

250 g glutenfreie Mehlmischung [150 g Vollreismehl / 100 g Maisstärke]
4 TL Johannisbrotkernmehl
1 EL Kakaopulver
1.5 TL Lebkuchengewürz
1.5 TL Backpulver
1 Prise Salz
250 g Honig (oder alternativ: Zuckerrübensirup)
50 g Butter

1 Honig und Butter in eine Pfanne geben und erwärmen. Der Honig soll sich verflüssigen und die Butter schmelzen. Aufpassen, dass es nicht kocht und / oder anbrennt. Die Masse danach abkühlen lassen, bis sie lauwarm ist.
2 Mehl, Johannisbrotkernmehl, Kakaopulver, Lebkuchengewürz, Backpulver und Salz in eine Schüssel geben und alles mit einem Schwingbesen gut miteinander vermischen.
3 Die Butter-Honig-Masse dazugiessen und alles mit einem Mixer zu einem Teig vermischen. Das Ganze gibt eine zähe und eher flüssige Masse. Aber das ist schon richtig so, keinesfalls mehr Mehl dazu! Teigschüssel abdecken und den Teig mind. 2 Stunden kühl stellen (besser über Nacht).
4 Mit einem Esslöffel kleine Häufchen des Teiges abstecken und mit den Handflächen zu Kugeln formen (hier sollte nichts kleben, und wenn doch einfach etwas Mehl nehmen). Die Kugeln mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier (oder Silikonmatte) belegtes Backblech legen. Pro Blech nur 12 bis 14 Kugeln, da sie beim Backen auseinander laufen.
5 Bei 200 ° C Ober- und Unterhitze in der Ofenmitte ca. 9 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und nach Belieben mit Zuckerglasur verzieren.

Die Lebkuchen schmecken nach zwei Tagen am besten! In einer Blechbüchse aufbewahren.

 

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