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Posted by on Dez 16, 2013 in kekse | 2 comments

Mailänderli

Mailänderli

 

Der Rolls Royce unter den Weihnachtsguetsli ist in seiner Einfachheit kaum zu übertreffen. Die Zutaten überschaubar, die Zubereitung ein Kinderspiel doch der Teufel sitzt wie immer im Detail.
Mailänderli laufen beim Backen gerne auseinander, sind zu entweder zu hell und teigig oder zu dunkel gebacken und dann bitter, zu wenig Zitrone, zu viel Butter… Such is life!
Der erste Schritt zu perfekten Mailänderli ist natürlich das perfekte Rezept und da kommt man um den Tiptopf – Wikipedia unter den Kochbüchern – einfach nicht herum.
Daneben gibt es ein paar Tricks und Kniffe, eben die Details, die garantiert zu „ooohs“ und „aaawhs“ führen und den Suchtfaktor dieser Guetsli nochmals deutlich erhöhen.

Hier die To-do-Liste für die perfekten Mailänderli (oder Mürbeteiggebäck im Allgemeinen):

– der Teig muss ruhen. Und das mindestens eine Stunde, besser zwei oder drei. Über Nacht ist auch kein Problem. Dafür den Teig zu einer Kugel formen und gut abgedeckt in den Kühlschrank stellen. So kann das Mehl quellen und die Guetsli haben die richtige, eben diese mürbe, Konsistenz.
– Mailänderliteig immer eiskalt verarbeiten: Teig aus dem Kühlschrank holen, nochmals von Hand durchkneten und in zwei Portionen teilen. Teig leicht bemehlen, von Hand bereits etwas in Form bringen und dann zwischen zwei Lagen Backpapier oder Silikonbackmatten auswallen. Dabei den Teig immer wieder von der Unterlage lösen und ggf. noch mehr Mehl verwenden. Danach die Teigplatte nochmals kühlen (im Tiefkühler) und erst dann die Förmchen ausstechen. Ist der Teig zu warm, ist er weich und die Förmchen kleben, reissen – es ist einfach nur mühsam.
– Für den Anstrich: 1 Eigelb mit 1 EL Milch vermischen. Gibt einen schönen Glanz und die Guetsli lassen sich einfacher bestreichen wie mit purem Eigelb.
– Vor dem Backen die Guetsli nochmals in den Kühlschrank; sie laufen dann nicht so sehr auseinander.
– Und dann sofort in den heissen Backofen schieben und es sich vor dem Backofen bequem machen. Denn zu hell oder zu dunkel ist eine Frage von etwa einer Minute! Behaltet die Dinger im Auge!
– Mailänderli brauchen auch nach dem Backen Ruhe. Darum auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, in einer Blechdose aufbewahren und erst nach einem Tag essen.
Und glaubt mir, ich weiss wie hart es ist zu warten! :)


Mailänderli

125 g Butter (zimmertemperatur)
1 Ei
125 g Vollrohrzucker
1 Prise Salz
1 Zitrone (Bio, denn wir brauchen die Schale!)
250 g glutenfreie Mehlmischung (150 g Vollreismehl / 100 g Maisstärke)
2 TL Johannisbrotkernmehl
1 Eigelb*
1 EL Milch

1 Butter in eine Schüssel geben und rühren, bis sich Spitzchen bilden. Zucker, Salz, Zitronenschale und Ei dazugeben, weiterrühren, bis die Masse hell ist und sich der Zucker aufgelöst hat. Das dauert ein paar Minuten.
2 Mehl dazusieben, kurz verrühren, zu einem Teig zusammenfügen. Mindestens 1 Stunde kühl stellen.
3 Teig auf wenig Mehl 5-7 mm dick auswallen. Verschiedene Formen ausstechen, auf das mit Backpapier oder der Silikonbackmatte belegte Blech legen, nochmals kühl stellen.
4 Eigelb mit der Milch verquirlen und die Mailänderli damit bestreichen.
5 In der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Ofens 7 bis 9 Minuten backen.

* das Eiweiss kann zum Beispiel für Brunsli verwendet werden!

 

Mailänderli

2 Comments

  1. Oh, die sehen SEHR gut aus – und wären nicht nur für mich, sondern auch für meine nussallergische Schwester gut :-)!
    Eine Frage hätte ich nur: Verwendest Du für diese Plätzchen kein Bindemittel?
    Vielen Dank und liebste Grüße,
    Sabine

    • Liebe Sabine,

      das ist doch glatt vergessen gegangen! Doch, da kommt natürlich ein Bindemittel rein. Danke fürs aufpassen und kritische Nachfragen!
      Das ist ja gerade nochmals gut gegangen… :)

      Ganz liebe Grüsse (auch an die Schwester!)

      Diana

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