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Posted by on Dez 22, 2013 in kekse | 0 comments

Anisbrötli

Anisbrötli

 

 

Es gibt Dinge, die ändern sich nicht. Und das ist auch gut so.
Denn diese – nennen wir sie mal – Traditionen sind mir lieb. Anisbrötli und Weihnachten ist so eine. Und das Blümchenmotiv darauf eine andere. Wie sehr mir diese simple Gebäck am Herzen liegt, wurde mir letztes Jahr erst wirklich klar: Meine „ersten“ glutenfreien Weihnachten. Also kein Guetslibacken mit meiner Grossmutter und eben auch keine Anisbrötli. Ja, war nicht so prickelnd…
Und weil ich Tradition und Innovation gleichermassen mag, war klar, dass dieses Jahr ein ordentliches Rezept für Anisbrötli her musste.
Der ersten Prototypen bastelte ich im September und sie schmeckten, wie so aussahen: scheusslich. Versuch Nummer zwei erinnerte eher an Salzteig-Figuren. Hart, trocken, geschmacklos. Und beim dritten Mal verlor ich auch das letzte Quäntchen Hoffnung auf den aussen knackig, innen weichen Anis-Himmel.
Doch mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus (sagt zumindest Sartre); ich nahm das Rezept meiner Grossmutter und meine Mehlmischung, dachte es wird nie funktionieren, vergass den Teig drei Stunden im Kühlschrank und voilà. Oder besser: yummi!

Anisbrötli

2 Eier
200 g Puderzucker
1 Prise Salz
1.5 EL Anis leicht angeröstet
250 g glutenfreie Mehlmischung
3 TL Johannisbrotkernmehl
1 EL Kirsch
0.5 TL Natron

1 Eier, Puderzucker und Salz in einer Schüssel mit dem Handmixer zu einer hellen Creme aufschlagen, das dauert etwa 5 Minuten.
2 Anis, Mehl und Johannisbrotkernmehl untermischen.
3 Kirsch und Natron beifügen und nochmals kurz mixen. Das ganze gibt einen schweren und vorallem klebrigen Teig.
4 Teig abdecken und 3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
5 Teig danach leicht bemehlen, von Hand bereits etwas in Form bringen und dann zwischen zwei Lagen Backpapier oder Silikonbackmatten 1 cm dick auswallen. Dabei den Teig immer wieder von der Unterlage lösen und ggf. noch mehr Mehl verwenden.
6 Teigoberfläche und Model mit sehr wenig Mehl bestäuben. Model gleichmässig auf den Teig drücken und mit einem passenden Ausstecher ausschneiden. Ihr könnt natürlich auch einfache Förmchen ausstechen.
7 Anisbrötli auf ein bebuttertes Backblech legen. Bei Raumtemperatur 24 – 48 Stunden trocknen lassen, bis sich auf der Unterseite ein ca. 2mm breiter Rand entstanden ist. (Die Trocknungszeit hängt von der Teigdicke sowie von der Raumtemperatur ab; 24 Stunden braucht es aber sicher)
8 Auf einem mit Backpapier belegtem Blech bei 150 ° C 15 bis 20 Minuten backen. Die Backofentür soll leicht geöffnet sein; Tür am besten mit einem Bleistift offen halten.

Anisbrötli in einer Blechdose aufbewahren.

 

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