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Posted by on Jul 27, 2014 in schnelle gerichte | 0 comments

Spätzli

Spätzli

 
 
Zeit für einen Klassiker: Spätzli, oder wie sie bei uns zu Hause heissen „Chnöpfli“. Und so banal dieses Rezept auch aussieht, es steckt ein gutes Jahr Arbeit dahinter. Denn ich habe praktisch jede glutenfreie Mehlsorte ausprobiert, die ich finden konnte, mit verschiedenen Bindemitteln experimentiert und unterschiedliche Methoden angewandt und produzierte doch stets eine trübe Suppe mit Teigstücken drin… also alles andere als Spätzli. Die Dinger wollten mir einfach nicht gelingen! Aber statt die Flinte ins Korn zu werfen, spornen mich solche „Probleme“ ja erst recht an.
Doch des Rätsels Lösung kam wie immer auf einem Umweg; kürzlich ging während einem meiner Backkurse bei einem Teilnehmer irgendwas beim Backen schief… das Brot konnte man wirklich nur mit ganz viel Phantasie als Brot bezeichnen. Wir machten uns also gemeinsam an Fehleranalyse und ich sagte so lapidar daher, ob er vielleicht zu viel Wasser genommen habe?!
(Hatte er… statt 0.1 Liter nahm er 1 Liter)
Und da kamen mir meine Spätzli wieder in den Sinn…
Aaahhh!
Und genau darum liebe ich es Kurse zu geben; auch ich lerne immer wieder das dazu.

Und das – jetzt bitte eine neue Seite in eurem Büchlein der glutenfreien Koch- und Backweisheiten aufschlagen und mit dickem roten Stift aufschreiben – das ist einer der Gründe warum Rezepte oft nicht gelingen: Zu viel oder zu wenig Flüssigkeit. Wir denken aber immer nur ans Mehl oder an die Bindemittel, dabei wäre es teilweise einfach mit etwas mehr oder weniger Flüssigkeit gemacht. So einfach. Aber eben…

 

Spätzli (pro Portion)

100 g Maismehl
1 Ei
5 EL Milch
1/2 TL Salz
1/2 TL Johannisbrotkernmehl

Salz für’s Kochwasser
 

1 Mehl in eine Schüssel geben, das Ei dazu schlagen und mit einem Schwingbesen verrühren. Das ergibt einen ziemlich kompakten Teig… ist aber eine super Methode um Klümpchen zu vermeiden.
2 Milch und Salz beifügen und zu einem homogenen Teig verklopfen – das geht am besten mit einem Holzlöffel, der ein Loch in der Mitte hat.
3 Zum Schluss das Johannisbrotkernmehl dazugeben, nochmals umrühren und mind. 15, besser 30 Minuten quellen lassen.
4 Wasser aufkochen (mind. 1 Liter), salzen und die Spätzli portionsweise durch ein Spätzlisieb streichen.
5 Sobald sie oben schwimmen mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in einem Sieb kalt abspülen. Das Abspülen verhindert, dass die Spätzli zusammen kleben.
6 Zum Servieren in etwas Butter leicht anbraten, in der Mikrowelle aufwärmen oder nochmals kurz ins Kochwasser geben.

 

Spätzli
 

* Wenn ich Spätzli mache, mache ich immer gleich eine grössere Menge und lege mir einen kleinen Vorrat im Tiefkühler an;
Spätzli gut abgetropfen und abkühlen lassen, in Gefreibeutel geben und so portionsweise einfreieren. Ich fülle die Beutel mit einer guten Portion, denn sie kleben beim Einfrieren leicht zusammen und lassen sich im gefrorenen Zustand nur schlecht von einander lösen.

* Sie können im Kühlschrank über Nacht oder auch bei Raumtemperatur aufgetaut werden… Und zum Erhitzen siehe: 6
 

Spätzli
 
 

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