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Posted by on Apr 21, 2015 in brot & brötchen | 6 comments

fermentiertes Brot – Version # 2

fermentiertes Brot – Version # 2

 
 
Was lange gärt wird endlich gut…
Ich habe doch tatsächlich eine Art Sauerteig selbst gezüchtet! Daran bin ich bisher immer gescheitert. Aber ohne viel Gedröhns mit Füttern, Rühren und Temperatur überwachen ist mir ein wunderbarer Teig gelungen. Eigentlich hatte ich im Sinne mein fermentiertes Buchweizen-Reisbrot zu backen, hatte aber all mein Getreide schon gemahlen. Wieso denn nicht gleich das Mehl fermentieren, anstelle der ganzen Getreidekörner? Könnte funktionieren, dachte ich… Nach etwas Recherche stiess dann auf ein Rezept, bei welchem die Molke von Joghurt zur Fermentation von Getreide verwendet wird. Macht ja eigentlich Sinn, denn die in Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien sind ja auch bei der Sauerteigführung von Nöten (okay, ob das genau die gleichen Bakterienstämme sind, weiss ich nicht, aber wir wollen mal nicht Kleinlich sein an dieser Stelle… ) daher waren mit der Molke quasi die „richtigen Bakterien“ schon vor Ort und die Zeit hat dann den Rest gemacht.
Ein Brot, das keine Arbeit macht – es lässt sich auch mit 7 Monate alten Wirbelwind im Arm backen – super gut schmeckt und lange frisch bleibt. Was will man denn noch mehr?
 
 
fermentiertes Buchweizen-Reisbrot

400 g Buchweizenmehl
200 g Vollreismehl
5 dl Wasser (lauwarm)
1 dl Molke*

1.5 TL Salz
1 TL Brotgewürz (optional)
20 g Backpulver (phosphatfrei)
3 TL / 12 g Johannisbrotkernmehl
 
1 Die beiden Mehlsorten in eine Schüssel geben und mischen.
2 Molke und Wasser zum Mehl geben und zu einem homogenen Teig verrühren. Die Teigschüssel mit einem Teller zudecken und die nächsten 24 h Stunden vergessen… (bei Raumemperatur)
3 Am nächsten Tag sollte der Teig leicht aufgegangen sein, fein riechen und kleine Luftbläschen haben. Mit einem Holzlöffel gut umrühren.
4 Die trockenen Zutaten in einer kleinen Schale mischen und danach zum Teig geben. Gut mit dem Teig vermischen; geht sowohl mit dem Holzlöffel oder mit dem Mixer.
5 Den fertigen Teig in eine mit Backtrennpapier ausgelegte Form geben (bei mir runde Springform mit 18 cm Durchmesser), nochmals zugedeckt 30 Minuten aufgehen lassen.
6 Bei 250 Grad Unter- und Oberhitze in der Ofenmitte 20 Minuten backen. Brot aus der Form nehmen und 15 – 20 Minuten bei 220 Grad fertig backen.
6 Klopfprobe machen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Das Brot bleibt 2 bis 3 Tage frisch, kann aber auch in Scheiben geschnitten eingefroren werden.
 
fermentiertes BrotV2
 
*Molke kann man selbst herstellen: 2 Becher Naturjoghurt (360 g) in einem Sieb, das mit einem feinen Tuch ausgelegten ist, im Kühlschrank abtropfen lässt. Dauert ca. 6 Stunden.
 
Molke
 
Danach hat man etwa 1 dl Molke und einen Klumpen Joghurt. Den kann man natürlich essen! Er hat eine tolle Konsistenz und schmeckt ganz toll mit frischen Früchten vermischt.
 
Molke 2
 
 

6 Comments

  1. super Rezept, danke.
    Frage dazu: Könnte man auch Buttermilch nehmen – oder ist die zu „leblos“? Oder Kefir?
    Lieben Gruß vom Rhein von Eva

    • Liebe Eva,

      ich denke nicht, dass Buttermilch funktionieren wird, aber Kefir wäre sicher ein Versuch wert!
      Berichtest Du mir, ob es funktioniert hat?

      Gutes Gelingen, herzlich

      Diana

  2. Gibt es eine Alternative zu dem Reis?

    • Liebe Katja,

      ja, klar, das Rezept funktioniert mit jedem glutenfreien Getreide… ich variiere auch immer wieder 😉

      Ganz herzliche Grüsse

      Diana

  3. Ein großartiges Rezept! Das Brot hat echt so gut geschmeckt und war einfach perfekt!!!

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