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Posted by on Jan 15, 2016 in aktuell, brot & brötchen | 10 comments

Joghurtbrötchen mit Karotten

Joghurtbrötchen mit Karotten

 
 
Zum Jahresbeginn etwas Neues aus der Kategorie „Backen mit Gemüse“ – gutes neues Jahr nebenbei!
Ich treffen in meiner Praxis immer wieder (besorgte) Müttern, deren Kinder partout kein Gemüse essen wollen. Alle Tricks und Kniffe sind vergebens, der kleine Mensch will nicht und am Esstisch herrscht Terror! Und die Vitamine, fragen sie mich dann stets…

Interessiert Euch wahrscheinlich nicht die Bohne.
Wo ich die letzten Monate war?
Ja, gute Frage. Irgendwie absorbiert vom Leben, vielen Veränderungen, neuen Projekten, Stuff.
Das wichtigste in Kürze: ich habe mich nach der Babypause selbstständig gemacht und treibe nun mein Unwesen in meiner eigenen Praxis. Daneben habe ich mich ganz viel der Wissenschaft gewidmet und ein schönes kleines Forschungsprojekt zum Thema Glutenkontamination gestartet – mehr dazu gibts hier in Kürze. Habe viele neue Rezepte kreiert; Zopf! Werkle an einem Buchprojekt herum, habe mein Kursangebot ergänzt, das Kind erzogen (so gut es geht) und ab und zu einfach nichts gemacht.

Also zurück zu den Vitaminen…
Wenn das Kind regelmässig Eier, Milchprodukte, Früchte und Getreide ist, dann ist die Vitaminversorgung ausreichend. Dass Gemüse sehr vitaminreich ist, ist auch so ein Ernährungsmärchen, dass sich in unseren Köpfen festgesetzt hat (und sich hartnäckig hält). Eigelb beispielsweise enthält wirklich viele Mikronährstoffe, Blattsalat; Fehlanzeige!
Und ja, es ist auch okay einfach nur zwei Sorten Gemüse gerne zu mögen, auch damit wird man gross. Meine Empfehlung; einfach machen lassen! Kein Druck, kein „probier doch mal“, kein Appell an die Vernunft, kein unterjubeln in Saucen und ähnlichem! Und dabei selbst weiterhin Gemüse kochen und essen – Stichwort Vorbild! Erfahrungsgemäss erübrigt sich das Thema von selbst, solange man daraus eben keine grosse Sache macht.
Glaubt ihr mir nicht? Genau so mache ich es mit meinem Sohn.
Der Gute ass nicht ein Löffel Gemüsebrei als Baby und die Gemüsebeilage auf seinem Teller fällt momentan stets der Schwerkraft zum Opfer doch das stört mich so gar nicht!
Denn gleichzeitig mag er total gerne Essig-Gurken oder Spinat. Das ist es denn aber auch. Und wenn er mit jedem Lebensjahr zwei Sorten Gemüse mehr isst, dann passt das auch bis er 18 Jahre alt wird. Und die Rechnung geht momentan auf, denn die meine Gemüsebrötchen isst er mit Hochgenuss, obwohl ich die eigentlich für mich – und ausschliessliche für mich – gebacken habe. #Futterneid!
 
 
Gemüsebrötchen
 
400 g Buchweizenmehl
1 Tl Zucker
360 g Naturjoghurt (2 Becher)
1.5 bis 2 Joghurtbecher lauwarmes Wasser

2 TL Salz
1 EL Apfelessig
1 TL Brotgewürz (wer es mag…)

75 g Rosinen (in Wasser oder Orangensaft etwas eingeweicht)
200 g geraffelte Karotten
30 g gemahlenen Flohsamenschalen (Pulver)
 

1 Buchweizenmehl und Zucker in eine Schüssel geben. Mit dem Joghurt und dem Wasser zu einem homogenen Teig verrühren und zugedeckt 12 bis 24 h bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Je länger, desto intensiver wird der Geschmack.
Rosinen mit Wasser oder Orangensaft einweichen.
2 Salz und Essig miteinander mischen und zum Teig geben. Mit einem Holzlöffel unterrühren. Der Essig wirkt als zusätzliches Triebmittel und keine Angst das Brot schmeckt danach nicht nach Essig!
3 Brotgewürz, Rosinen und fein geraffelte (ich nehme die Bircherraffel) Karotten unterrühren.
4 Flohsamenschalenpulver in drei Etappen zum Teig geben; Teigpberfläche damit dünn bestäuben und anschliessend mit dem Holzlöffel gut einrühren. So oft wiederholen, bis alles aufgebraucht ist.
5 Der Teig ist eher flüssig und klebrig; je eine Hand voll Teig auf etwas Buchweizenmehl geben und locker zu einem Brötchen formen.
6 Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben.
7 Im vorgeheizten Ofen bei 250 ºC 10 Minuten backen, danach die Temperatur auf 200 ºC reduzieren und 15 Minuten fertig backen.
 

glutenfreie Joghurtbrötchen

Die Brötchen bleiben durch die Karotten lange frisch! Sie halten sich in einem Brotsack / Plastiksack 3 bis 4 Tage. Sie können aber auch problemlos tiefgefroren werden.

10 Comments

  1. Hallo Diana,
    schön, wieder was von Dir zu lesen!
    Geht das Rezept auch mit 50/50 Reismehl/BW-Mehl?
    Ich nehme immer das BW-Mehl von Werz und finde den typischen BW-Geschmack recht kräftig, daher die Idee, es zu mischen – manchmal wünschte ich mir einen milderen Geschmack des BW-Mehls bei ähnlicher Nährstoffdichte…- weißt Du Rat?
    Welches BW-Mehl verwendest Du?

    • Liebe Martina,

      ja, das Rezept geht auch mit 50/50 gehen oder auch nur mit Vollreismehl. Buchweizen ist ein eigensinniges Gewächs und ich finde der Geschmack wird umso besser, je länger der Teig geführt wird. Stichwort; Sauerteig! Ich verwende Buchweizenmehl mittlerweile nur noch mit Sauerteigführung über 24 (oder mehr) Stunden. Damit wird’s super 😉 Sonst bin ich auch bei der 50/50 Variante angekommen.
      Eine gute Alternative ist Hafermehl (glutenfreie Haferflocken + Küchenmaschiene) oder eben Vollreismehl. Hafer ist wie Buchweizen ein sehr nährstoffreiches Getreide, aber auch Hafer würde ich 50/50 mit Vollreis mischen. Sorghum wäre noch eine Option, aber das bekommst Du hier kaum – leider!
      Ich verwende auch Werz, gerne auch Bauckhof, aber mahle eigentlich 90% meines Mehl selber…

  2. ach ja, vergessen: geht es auch mit Soajajoghurt, z.B. die „natural“ Variante von Sojade?

    • Natürlich! Wichtig ist einfach, dass es Bakterien enthält… geht auch mit Kefir, saurer Buttermilch ect. einfach falls jemand fragt :)

  3. Hallo Diana,
    freue mich auch über etwas Neues … Die Brötchen sehen klasse aus! Würde mich der Frage von Martina gerne anschließen, da mir der intensive Geschmack von Buchweizen langsam zu viel wird. Vielen Dank.

    • Liebe Katja,

      danke! Antwort siehe bei Katja :)

      Herzlich,

      Diana

  4. Hallo Diana,
    Ich bin so froh, dass deine Seite wieder funktioniert! War schon fast verzweifelt, weil ich befürchtet habe, deine vielen tollen Rezepte und Gedanken zum Thema Ernährung nicht mehr lesen zu können.
    Ich freue mich schon total über deine News bezüglich Glutenkontamination – ich weiß nämlich gerade überhaupt nicht, ob ich übervorsichtig bin oder eh richtig handle.
    Wie machst du das eigentlich mit deinem Sohn? Isst er auch gf? Meine Tochter ist 3 und isst eben alles – bis jetzt verträgt sie es gut denke ich. Aber mich stresst es immer total, wenn sie etwas isst, denn die Brösel sind auf ihrer Kleidung verteilt und bleiben eben nicht an Ort an und Stelle. Oder wenn wir auf Kinderfesten von Freunden sind und dort überall Kinder mit Brösel um einen rumturnen. Ich würde mich sehr über Austausch freuen und ich hoffe, es passt hierher.
    Alles Liebe, Franziska

    • Liebe Franziska,

      ja, ich bin auch froh, dass alles wieder läuft! Fieser kleiner Virus…
      Jedenfalls habe ich nicht vor freiwillig offline zu gehen und das Ganze hat grad etwas Zeit und Nerven gekostet, aber die Sache zu den Kontaminationen kommt dann bald.
      Wie mache ich es mit meinem Sohn; gute Frage! 😉 Also wir habe gerade eine Zöliakieabklärung gemacht (er ist jetzt 1.5 Jahre) und die war negativ. Ich hatte aber in den letzten Monaten oft Beschwerden und habe den Verdacht, dass sein „Gesäule“ (so nennen wir das in der Schweiz) / seine Schweinerei beim Essen da mit Schuld war. Er liebt es sein Essen auf meinen Teller zu tun, Essen zu verstecken, mich zu füttern, seine Hände in meiner Tasse zu baden… (ich hör Euch schon; „Zzzh, Sohn einer Ernährungsberaterin…“) Was entsprechend schwierig war, wenn wir glutenhaltige Dinge auf dem Tisch hatten. Wir haben daher neu die Regel „zu Hause kein Gluten“. Klappt sehr gut. Ausser Haus, in der Kita, bei Einladungen u.ä. gibts dann glutenhaltige Sachen. Wir behalten das mal so bei, bis er in einem Alter ist, in dem er „schön“ essen wird. Ich habe mir sagen lassen, dass das irgendwann kommt :)
      Und ja, Brösel machen mir auch ganz nervös… ich habe da kein Patentrezept, wasche mir einfach gut die Hände und wechsle die Kleidung wenn der Rummel vorbei ist. Bislang fahre ich damit sehr gut.

      Auch für Dich alles Liebe!

      Diana

  5. Hallo Diana!
    Die Brötchen sind geschmacklich ausgezeichnet – etwas vom Besten was ich in letzter Zeit an glutenfreien Brot gegessen habe. Bzgl der Konsistenz hätte ich eine Frage: die Brötchen sind weniger aufgegangen als am Foto und sind innen leicht „speckig“/klebrig. Ich habe Flohsamen(schalen?)pulver verwendet (zb Fiber Husk)- passt das? Hätte ich nur etwas länger backen müssen?
    Danke für die vielen guten Rezepte und liebe Grüße, Carmen

    • Liebe Carmen,

      danke Dir fürs Feedback! Schön, dass Du die Brötchen mochtest… zu Deiner Frage: speckig-klebrig wird es in der Regel bei zu viel Wasser und / oder zu kurzer Backzeit. Da du aber sagst, die Brötchen seien nicht gut aufgegangen würde ich auf ersteres tippen. Versuche es doch nochmal mit weniger Wasser. Glutenfreie Teige dürfen ja etwas „flüssiger“ sein, zu flüssig aber eben auch nicht. Mit dem Machen kommt dann die Erfahrung und das „Händchen“ dafür 😉
      Und ja, „Fiber Husk“ als feines Pulver sind gemahlene Flohsamenschalen…

      Herzlich,

      Diana

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